Forschungsstelle Kirchliche Praxis in der DDR

Forschungsstelle „Kirchliche Praxis in der DDR. Kirche (sein) in Diktatur und Minderheit“

 

Die Arbeit der Forschungsstelle bewegt sich im Wechselspiel von Kirchlicher Zeitgeschichte und Praktischer Theologie. Der Fokus liegt dabei auf der kirchlichen Praxis in der DDR und auf der Frage nach der gegenwärtigen Bedeutung dieser Praxis für Kirche und Theologie. Bisher ist die kirchliche Praxis der evangelischen Kirchen in der DDR nur in Ansätzen erforscht, eine umfassende (praktisch-)theologische Reflexion steht noch aus.

Grundfragen für die Arbeit der Forschungsstelle:

  • In welchen Hinsichten können Erfahrungen und Konzeptionen der Kirchen in der DDR für gegenwärtige und absehbare gesamtdeutsche Herausforderungen fruchtbar werden?
  • Was bedeutet die kirchliche Praxis in der DDR insbesondere für die heutigen Kirchen im Osten Deutschlands?
  • Welche Erfahrungen und Konzeptionen sind auch für Kirchen in anderen Kontexten von Bedeutung?

Leitende Ziele:

  • Recherche, Sichtung, Bündelung und Strukturierung der bisher geleisteten Forschung zur kirchlichen Praxis in der DDR.
  • Vernetzung der Akteure im Bereich der Kirchlichen Zeitgeschichte, der Praktischen Theologie sowie der Akteure in Kirche und Politik bzw. Gesellschaft zur Klärung offener Fragen und zur Erarbeitung von (gemeinsamen) Forschungsanträgen.
  • Suche eines Ortes für die Sammlung und Archivierung des für den Forschungsgegenstand einschlägigen Materials.
  • Organisation einer Auftakttagung und von jährlichen Tagungen zur Klärung des Forschungsstandes und der weiteren Forschungsmöglichkeiten in den unterschiedlichen Teilbereichen des Forschungsgebiets.
  • Begleitung von Promotionen, die im Projektzeitraum aufgrund eingeworbener kirchlicher und anderer Mittel möglich werden.
  • Sondierung der Möglichkeiten zur Weiterarbeit nach dem vierjährigen Projektzeitraum.

Aus der Arbeit der Forschungsstelle

Tagungen

Ein wichtiges Format für die Arbeit der Forschungsstelle sind Tagungen mit Expertinnen und Experten zu den jeweiligen Themenbereichen. Ergebnisse werden regelmäßig über einen Newsletter kommuniziert.

Eröffnung und Auftakttagung am 11./12. Oktober 2019

Im Rahmen der Auftakttagung wurde die Forschungsstelle feierlich eröffnet. Über fünfzig Teilnehmende haben in Referaten, Grußworten und workshops Erwartungen an die Forschungsstelle aufgrund bisheriger Forschungen sowie Aufgaben aufgrund spezifischer Erfahrungen benannt. Eine gute Grundlage, nun das Forschungsfeld methodisch und inhaltlich zu strukturieren.

Quellensicherung: Nachlässe und Unterlagen

Die Forschungsstelle „Kirchliche Praxis in der DDR“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen geeigneten Ort zur Sammlung und Archivierung wertvoller Nachlässe zu finden.

Viele Akteurinnen und Akteure der Kirche in der DDR sind inzwischen sehr alt, nicht wenige bereits gestorben. Wie gelingt es, ihre Unterlagen aus dem kirchlichen Alltag für die Forschung zu sichern?

Bitte wenden Sie sich gerne zur Beratung an die Forschungsstelle!

Sie verfügen über Quellen zur kirchlichen Praxis in der DDR? Sie möchten einen privaten Nachlass abgeben?
Wenden Sie sich gern an uns. Wir suchen nach einer passenden Lösung, um wichtiges Material für die Forschung zu erhalten und verfügbar zu machen.

letzte Änderung: 12.11.2019

Kontakt

Institut für Praktische Theologie
Forschungsstelle „Kirchliche Praxis in der DDR. Kirche (sein) in Diktatur und Minderheit“

Landesbischöfin a.D.
Ilse Junkermann

Professor Dr. Alexander Deeg

Martin-Luther-Ring 3
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97 35-437
Telefax: +49 341 97 35-469
E-Mail